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Norman Kraus begann 1948 seine Automobil Karriere in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Lenny. Die Brüder starteten mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen an einer Tankstelle, welche Lenny von seinem Vater Harvey erhalten hatte. Der Standort war an der Ecke der legendären Grand und Spaulding Strasse in Chicago. Das Geschäft blühte 1951 und man expandierte, hierzu wurde ein nahes Gebäude zur Tankstelle an der Grand Avenue hinzugekauft und zu einer Ausstellung für Gebrauchtwagen umgebaut. Die alte Tankstelle wurde zeitgleich zu einer Reparaturwerkstatt für die Gebrauchtwagen umfunktioniert. Bis 1956 konzentrierte man sich immer stärker auf den Kauf- und Verkauf von leistungsstarken Fahrzeugen (Perfomance Cars). Man änderte daraufhin die Verkaufsstrategie und benannte die Firma in einem neuen popigen Namen (Mr. Norm) um, abgeleitet aus Norm Kraus. Auch den neuen damit verbundenen Firmen Slogan druckte man ab diesem Zeitpunkt in sämtlichen Zeitungsinseraten und Flyer ab.
Nach einigen Jahren
Betreuung durch ein externes Marketing des lokalen „Dodge Sales“ Vorsteher, fiel die Entscheidung
eine eigenständige Lizenz als neuen offizielles Dodge Händler zu beantragen. Im
Frühling 1962 war es dann soweit, die legendäre Grand Spaulding Dodge
wurde eröffnet. Der Name Spaulding bezog sich auf die Ecke wo das
Autohaus ansässig war. Vielen Fachleuten gefiel das neue Konzept und
sagten der neuen Firma goldige Zeiten voraus.
Ein
neuer Grand Spaulding Ausstellungsraum mit einem integrierten
Kundendienst wurde 1963 gebaut. Angelehnt an die Performance Thematik,
entstand die Idee einen eigenen dafür vorgesehenen Club zu gründen. Auch
wurde für diese neue Kundschaft extra ein Motoren Leistungsprüftand
angeschafft. Der „Mr. Norm’s Sport Club“ war geboren und die
Verkäufer setzten alles daran diesen neuen Dienstleistungen an den Mann
zu bringen. Norm schloss sich mit Gary Dyer zusammen und zusammen tüftelten sie ein neues Fahrwerk aus und bauten es in einen Dodge Coronet, (Drag-Race Car) mit geändertem Radstand um. Den Coronet versahen sie mit einem Kraftpaket, einem HEMI Kompressormotor. Mit diesem Fahrzeug legten sie den Grundstein für die zukünftige Funny Car Kategorie. Mit dem Coronet legten sie eine Wahnsinnszeit von 8.63 auf die ¼ Meile auf dem Lions Dragway in Kalifornien hin. Sie kamen mit dem Coronet sogar auf die Titelseite des Los Angeles Herald. Im Herbst 1965 nahm Mr. Norm an der "Anfänger" SEMA Show in Anaheim Kalifornien teil und stellte dort die ganze Palette seiner High-Perfomance Parts aus. Das Interesse der jungen Leute war riesig!
1967 als Dodge den ersten Kompaktwagen, einen Dodge Dart (A-Body) auf
den Markt brachte erkannte Mr. Norm einen möglichen neuen Trend. Die
Fahrzeuge gab es am Anfang des Modelljahres nur bis maximal dem kleinen
273 V8 als Motorisierung. Ford und Chevrolet boten hingegen für diese
kompakt Fahrzeugen Motoren in den Grössen von 390 C/Inch und
396 C/Inch, so genannte Big-Blocks an. Norm sah schon die triumphierende
Konkurrenz und fragte den Chrysler Hauptsitz an, ob es geplant ist zu
einem späteren Zeitpunkt die Dodge Dart mit einem Big-Block anzubieten.
Der Hauptsitz vertröstete Norm mit der Antwort; Big-Block Motoren hätten
keinen Platz im Motorraum. Er konnte das nicht glauben und machte sich
daran die Aussage zu überprüfen, er wollte sich selber davon überzeugen,
dass es tatsächlich nicht genügend Platz für diese Motoren gab. Seine
Mechaniker wurden beauftragt einen 383er in den den Dart einzubauen. Sie
mussten nur kleine Änderungen machen und der Motor passte problemlos
rein. Nach einer intensiven Probefahrt rief er den Hauptsitz an und fuhr
mit dem Big-Block Dart vor. Sofort wurden zwei Ingenieure gerufen, die
schauten erstaunt in den Motorraum und entdeckten ein nachträglich
montiertes Hitzeschild. Der Entwicklungsleiter Mc Curry fragte ob
dies ein Montageproblem sein könnte. Die Ingenieure verneinten und somit
stand der Produktion eines 383er Dart nichts mehr im Wege. Das einzige
Hindernis war eine Mindestauflage von 100 Stück. Mc Curry verlangte 50
Bestellungen von Mr. Norm und 50 Bestellungen von anderen
Vertragshändlern. Die Bestellungen waren kein Hindernis, bereits nach
kurzer Zeit lagen diese vor und die Produktion des 383 Big-Block Dart
wurde eingeleitet. Die 50 Bestellungen von Mr. Norm sollten sich zu den anderen 50 unterscheiden, man hatte ja auch die Leistung der 383er Motoren erheblich gesteigert. Man baute dann einen kleinen Marketing Gag ein. Es wurde einfach kurzerhand das T des GTS durch ein S ersetzt. Daraus ergab sich das GSS, welches für Grand Spaulding Sport stand. Dies wurde in den Jahren 67 bis 69 bei allen Darts die über Grand Spaulding verkauft wurden gemacht. 1968 und 1969 steigerte sich Mr. Norm noch eine Spur und bot den Dart sogar mit dem Kraftpaket, dem 440er Magnum Motor an. Der GSS Dart war eine Eigenentwicklung und wurde von den Chryler Werken als offizieller Prototyp anerkannt, hierzu erhielten sie den so genannten M-Code. Die 340er Dodge Dart und Dodge Demon wurden mit Kompressor ausgeliefert. Wieder ein neues Markenzeichen von Mr. Norm. Leider sind von den 340er Modellen keine Stückzahlen bekannt. 1968 wurde die Lokation an der Grand Avenue erneut vergrössert, es herrschte wieder mal akute Platznot, doch auch dies war nicht die letzte Vergrösserung des Norm Imperiums, bereits nach 2 Jahren 1970 wurde der Betrieb erneut vergrössert um den blühenden Markt von Truck und Van's ausstellen zu können. Andy von Andy's 440er Webseite hat uns freundlicherweise erlaubt seine Mr. Norm GSS Dodge Dart Bilder auf mopar.ch zu präsentieren. Special Thanks an Andy und Roby für die Abklärungen.
1971 brachte Mr. Norm die Dodge Demon mit einem eigenen 340 Six-Pack auf
den Markt. Alle Hersteller haben die PS Leistung der High-Performance
Motoren in diesem Jahr das erste mal ein wenig runter geschraubt. Nicht
so Norm, er wurde seinem Ruf gerecht und bot an was der Markt
verlangte. Selbst 1972, als die Big-Block's in den Muscle- und Pony
Car's Geschichte waren, setzte Mr. Norm noch einen drauf. Der Neue
nannte man den Supercharged 340 Demon GSS. Ein kleiner welcher
echte Big-Block Power leistete. Regelmässig in kleinen Abständen musste
man den Betrieb vergrössern, 1972 benötige man schon wieder einen
grösseren Ausstellungsraum. Neu vertrieb Grand Spaulding Dodge nun auch
Motorräder der Marke Kawasaki.
Diese Liste ist nicht vollständig,
sobald uns die genauen Daten von Galen Govier vorliegen, wird
diese ergänzt!
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